317. OMG er hat geantwortet !!1!

Shownotes

In dieser Folge erzählen Jacko und Sam von einem Silvesterabend der besonderes Art: es wurde gekifft und es wurde eine spontane Nachricht an einen Promi verschickt. Außerdem stand die Polizei vor der Tür stand - gut gemeint, aber maximal unangenehm. Zum Schluss öffnen Jacko und Sam wieder den Raum für eure Fragen aus der Community. Stichwort: Blut im Stuhl - und die große Frage, ob man nach einer Trennung wirklich länger Single bleiben muss.

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Transkript anzeigen

00:00:10:

00:00:24: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Jack und Sam.

00:00:38: ins neue Jahr starten.

00:00:48: Weil der Kummerkasten vorher ging, ne?

00:00:50: Das war eine relativ kurze Folge.

00:00:52: Ich glaube, das war die kürzeste Folge, die wir in unserer Laufbahn jemals zurückgeladen

00:00:56: haben.

00:00:57: Da muss ich aber zu sagen, dass unsere kürzeste Folge ungefähr so lang ist wie die Podcast-Folge der meisten Podcasts.

00:01:04: Das stimmt.

00:01:05: Und es ist auch eine sehr spannende Folge, finde ich.

00:01:09: Ja.

00:01:09: Ja, ich mochte den Titel auch ganz gerne.

00:01:11: Mit dieser Kinderfrage, das ist ja auch so.

00:01:14: Das beschäftigt

00:01:16: viele.

00:01:17: Ja, das stimmt.

00:01:19: Ja, ich finde das auch schön.

00:01:20: Wir starten jetzt wieder rein ins neue Jahr, zwanzig, sechsundzwanzig, unsere erste Folge.

00:01:24: Wir haben gestern uns schon ein bisschen ausgetauscht.

00:01:27: im realen Leben, würde ich jetzt einfach mal so sagen.

00:01:30: Ja, Sam, wie waren für dich die Feiertage überhaupt?

00:01:34: Hast du eine gute Zeit gehabt?

00:01:36: Zu schnell vorbei irgendwie.

00:01:38: Ja, es war wunderschön.

00:01:40: Ich hatte eine wirklich tolle Zeit.

00:01:41: Ich war in der Heimat, hab da Zeit verbracht.

00:01:45: Da mach ich zwischen den Feiertagen hier und hab hier so ein bisschen Zeit verbracht, abgegammelt, keine Ahnung was.

00:01:51: Und dann war mir in Dänemark.

00:01:53: Das war alles in Summe total schön.

00:01:55: Aber ich find das so krass, weil ich hab das Gefühl, ab ... Anfang Oktober.

00:02:01: Akkad

00:02:01: man so Richtung Weihnachten und Silvester hin und dann ist das wie so ein kleines Pflaster, was man abzieht.

00:02:06: Auf einmal ist die Zeit vorbei und auf einmal bin ich so in den Januar geschubst worden und ich war noch gar nicht ready irgendwie.

00:02:13: Aber so ist das jetzt an sich was.

00:02:16: wirklich schön.

00:02:17: Ich finde das krass.

00:02:17: Ich habe dir das ja gestern schon privat erzählt.

00:02:20: Ich empfinde das immer jedes Jahr genau so.

00:02:22: Und dieses Jahr habe ich das ganz anders empfunden.

00:02:24: Ich habe richtig das Gefühl, als hätte ich so Winterferien gehabt.

00:02:27: Also wie damals.

00:02:28: Also die letzten zwei Wochen kamen mir extrem lang vor.

00:02:32: Ich habe sonst das Gefühl, dass ich ein sehr schnelles Zeit empfinden habe.

00:02:36: Also, als ob bei mir die Zeit sehr schnell vergeht.

00:02:38: Ich bin ja aus so einem Eichhörnchen auf Coke, sage ich immer.

00:02:42: Also ... Da ist viel schnell in Bewegung.

00:02:48: habe ich auch das Gefühl, dass die Zeit mir so manchmal zwischen den Fingern herrinnt.

00:02:53: Und ich weiß auch nicht, die letzten zwei Wochen habe ich mich gefühlt, als wäre ich fünfzehn und es sind Winterferien.

00:02:58: Also das waren so richtig so alte zwei Wochen, nicht so die neuen zwei Wochen.

00:03:03: Aber weißt du was, das finde ich richtig schön.

00:03:04: Und das ist ein Goal.

00:03:06: Das ist voll erstrebenswert, das so zu fühlen.

00:03:08: Weil ich glaube, bei mir war es halt auch einfach durch diese heftig vielen Wechsel.

00:03:12: Ich habe drei Tage da geschlafen, drei Tage da geschlafen, drei Tage da geschlafen.

00:03:15: Ich hatte in diesen zwei Einhalb Wochen sechs Schlafstellen.

00:03:22: Ja, gut, das macht viel aus.

00:03:23: Da hab ich auch mit meiner Tante letzte Woche drüber geredet.

00:03:26: Die arbeitet nämlich in der Schule und hatte dementsprechend auch genau diese zwei Wochen.

00:03:31: Und die war nämlich auch die ganze Zeit am Hin- und Her-Reisen.

00:03:34: Und so vier Tage vor Ende hat sie gesagt so ... Ich hab das Gefühl, ich hab vor vier Tagen noch gearbeitet.

00:03:40: Ja!

00:03:42: Und dann war es vorbei und ich war so, okay, ich bin ready for Urlaub.

00:03:46: Scheiße,

00:03:48: weil immer nur aus Hattasche gelebt und so.

00:03:49: Aber es war schön in Summe.

00:03:50: Es war unser erstes Weihnachten mit Baby.

00:03:53: Wir sind da mehr oder weniger gesund rausgekommen.

00:03:56: Also nur ein bisschen verschnupft, aber jetzt nicht schlimm.

00:04:01: Und nee, war total schön, muss ich sagen.

00:04:03: Ich hab es richtig genossen.

00:04:04: Ich genieße ja grad auch einfach viel Zeit mit der Familie.

00:04:07: Deswegen war das voll cool.

00:04:08: Aber jetzt ist der Januar da und ist groß.

00:04:12: Ja,

00:04:13: aber

00:04:13: Leute, so wie auch gerade die ganzen Reels auf Instagram geteilt werden, möchte ich es auch noch mal sagen.

00:04:19: Eigentlich sind wir im Januar noch im Winterschlaf.

00:04:21: Weil, ne, Januar ist immer so, alle sind so schnell, schnell, schnell, schnell, schnell, das neue Jahr hat begonnen.

00:04:26: Oh mein Gott, jetzt muss ich meine Ziele erreichen.

00:04:28: Aber eigentlich ... Geht ja auch in vielen anderen Kulturkreisen das Jahr erst im Frühling los, weil jetzt ist Winter und wenn man dann sich noch langsamer fühlt, dann ist es auch absolut okay erstmal nur so rumzuträumen und zu überlegen, was man dieses Jahr noch machen möchte.

00:04:44: Da muss man nicht direkt wieder anfangen zu rennen.

00:04:46: Wenn ihr das möchtet, könnt ihr das natürlich, aber ich finde das immer ganz schön, mich selbst daran zu erinnern.

00:04:51: Hey, absolut okay.

00:04:53: Nur weil jetzt der erste war, musst du nicht losrennen.

00:04:56: Nee, auf jeden Fall.

00:04:57: Da stimme ich dir hundert Prozent zu.

00:04:58: Und ich weiß nicht, wie es jetzt genau heute ist, aber in der letzten Woche war es zumindest in Hamburg sehr verschneit.

00:05:06: Und ich finde das so besonders und sehr ruhig und beruhigend.

00:05:11: auch, muss ich sagen, weil ... Gestern bin ich mit dem Bundspaziergang um einundzwanzig Uhr dreißig und es waren noch Kinder draußen, die waren Schlitten fahren.

00:05:19: Also es fühlt sich auch alles noch so ein bisschen nach Ferienzeit an, einfach aufgrund dieser besonderen Wetterbedingungen aktuell.

00:05:25: Ja,

00:05:26: ich finde es auch richtig geil, muss ich sagen.

00:05:28: Wir haben noch auch mal drüber geredet, dass ich muss da immer wieder dran denken, wenn so draußen irgendwas außergewöhnlich ist.

00:05:35: Wir haben uns mal darüber unterhalten, dass wir es damals in Lübecke so geil fanden, als der Strom ausgefallen ist.

00:05:42: Ich finde, dass immer im Winter, wenn alle die Straßen sind, glatt und dann fahre ich irgendwo hin mit zehn kmh.

00:05:48: Ich bin letztens an der Ampel, zehn Meter vor der Ampel, hab ich gebremst, bin einfach bis vor die Ampel gerutscht.

00:05:53: Und das ist natürlich nicht lustig, aber ich hab mich so, okay, ab jetzt fahre ich sechs kmh und dann schleicht man so durch die Dunkelheit und irgendwie was aufregend.

00:06:01: Ich weiß, das war bei uns auch, als wir aus Dänemark zurückgekommen sind und alles war voll eisig und glatt und so.

00:06:07: Und dann hab ich gesagt, wir müssen runterfahren, das ist lebensgefährlich hier.

00:06:10: Und dann stand da irgendwie so, Tausend Leute an der Tankstelle haben ihr Wischwasser aufgefüllt, haben die Autos befreit von Eis und Schnee und irgendwie rückt man dadurch so näher zusammen.

00:06:22: Ja, man ist wieder so draußen und beieinander.

00:06:24: Wir haben halt alle dasselbe Problem gerade.

00:06:26: Ja, und die Leute haben sich gegenseitig das angeboten hier.

00:06:30: Wir haben noch ein Froster hier.

00:06:33: Und ich war so, irgendwie ist das total weird und irgendwie auch voll schön, weil sonst sind alle so anonym und auf einmal halten alle irgendwie so zusammen und schleppen einander ab und so weiter.

00:06:43: Ich kann das nicht sagen, es ist irgendwie das Positive in diesem in diesem Getümmel sehen.

00:06:47: Und das finde ich irgendwie ganz schön.

00:06:49: Ich finde es einfach mega besonders.

00:06:50: Ich liebe Schnee.

00:06:51: Ich liebe Schnee auch.

00:06:52: Sehr doll.

00:06:52: Ja.

00:06:54: Und wir müssen es genießen, weil jetzt kommen die Monate, wo man denkt, oh Gott, jetzt los, Frühling, jetzt kann es losgehen.

00:06:59: Aber gerade ist noch so,

00:07:01: nee.

00:07:02: Ja, finde ich auch.

00:07:04: Sam, ich habe noch eine gute Nachricht.

00:07:06: Ja?

00:07:07: Ich habe keine blauen Augenbrauen mehr.

00:07:10: Herzlichen Glückwunsch, Staat.

00:07:12: Ich habe es in der Story gesehen bei Instagram.

00:07:14: Das ist krass.

00:07:16: Ich hatte heute Morgen so einen schönen Moment.

00:07:17: Ich war heute Morgen dran hier mit der Hunde.

00:07:19: Morgenrunde, ne?

00:07:20: Und dann steh ich so vom Spiegel, mach mir einen Dot, guck in den Spiegel und denkst, boah, ich find's richtig geil.

00:07:27: Ich seh scheiße aus, aber so normal scheiße.

00:07:31: So wie jeder Mensch, der sich denkt, ja, scheiße, ich bin halt grad aufgestanden und nicht so dieses.

00:07:36: Okay, ich meine mir noch schnell die Augenbrauen an, weil wenn ich Leute auf der Straße begegne, denken die ...

00:07:41: Weil es ist ja so was

00:07:42: Auffälliges Unnatürliches, was da in meinem Gesicht war.

00:07:45: Man hat einfach gesehen, warum hat die denn Tattoo über den Augen?

00:07:48: So weißt du mich, meine?

00:07:49: Das war so, oh, schön.

00:07:51: Ich seh einfach aus wie ein ganz normaler Mensch morgens nach dem Aufstehen.

00:07:55: Geil.

00:07:57: Geil.

00:07:58: Und jetzt ist es jetzt so, dass du sie ganz normal schminkst, verändert das in deiner Routine etwas?

00:08:03: Außer, dass du dann einfach ungeschminkt morgens rausgehst.

00:08:07: Naja, ich habe die ja eigentlich mal gemacht, damit ich sie nicht mehr schminke.

00:08:11: Das war ja die Idee dahinter.

00:08:13: Und jetzt ist einfach exakt dieselbe Routine.

00:08:16: Also ich nehme meinen Augenbrauenstift, wenn ich mich schminke und meine mir da halt ein bisschen mehr Augenbrauen hin.

00:08:21: Und vorher habe ich sie halt übergemalt und jetzt male ich halt einfach ein paar Striche dazu.

00:08:25: So.

00:08:25: Okay, aber so, dass du dich halt nicht unwohl fühlst, wenn du halt ungeschminkt bist, sondern du

00:08:30: bist halt ungeschminkt.

00:08:31: Genau, also es ist ja die eine Sache.

00:08:33: Ich meine, das kenne ich auch von früher.

00:08:35: Also ich hatte, habe mich zum Beispiel als Teenager ungeschminkt, immer total unwohl gefühlt und so.

00:08:40: Und na klar, es gibt auch Happenings, wo ich mich auch wohler fühle, wenn ich mich schminke oder so.

00:08:45: Aber ja, ich finde, es ist nochmal ein Unterschied einfach.

00:08:50: Ob man einfach nicht fertig gemacht ist oder ob man halt wirklich irgendwas an sich hat, was komisch, also was einfach weird aussieht.

00:08:58: So, weil da ein einfachen Tattoo ist.

00:09:01: Und das ist ja jetzt noch nicht mal, dass ich mich entschieden habe, dass ich jetzt ein paar Sterne auf der Stirn tätowiert habe, sondern da an dieser Stelle sollte ja eigentlich was anderes sein.

00:09:10: Weißt du, wie ich meine?

00:09:11: Ja,

00:09:11: natürliche Augenbraue sollte das sein, tätowiert.

00:09:15: Würde mich mal interessieren, wie das so ist, weil ich habe es auch häufig schon mal Instagram gesehen und man sieht das immer, wie das aussieht, so nach einem frischen Stechen.

00:09:23: Gibt es irgendwen, der das gemacht hat, bei denen das nach irgendwie ... nach fünf Jahren immer noch genauso an Fliege aussieht oder?

00:09:31: Ich glaube, ich weiß nicht, wie das aussieht.

00:09:32: Ich

00:09:32: glaube, genauso geht nicht.

00:09:36: Ich glaube, super viele machen halt Microblading.

00:09:38: Das ist sowieso nach einem Jahr meistens wieder draußen, ne?

00:09:42: Weil das gar nicht so gut hält, glaube ich, ne?

00:09:44: Also ich bin hier kein Profi.

00:09:46: Das ging mir nicht, weil ich hab vollfettige Haut und da sagt man immer, dass du dann ein bisschen zwei Monaten wieder hier, dafür brauchst du keine drei Hundert Euro bezahlen.

00:09:53: Ich hab mal gehört, ne?

00:09:54: Das ist jetzt nur so ... Ich hab mal zugehört bei Leuten, die bisschen Ahnung davon haben und in Tätowierer und so.

00:10:01: Und da hab ich gehört, dass es gibt bestimmte Pigmente, die schlechter rausfallen.

00:10:08: Also, wenn du mit aschigeren Pigmenten arbeitest, bleiben die eher unter der Haut.

00:10:13: Wenn du zu tief stichst, dann kann das auch so gräulich werden, irgendwie.

00:10:17: Also, es hat auch ein bisschen damit zu tun, wie gearbeitet wird, glaub ich.

00:10:22: Ja.

00:10:23: Na ja, egal.

00:10:24: Nicht mehr mein Problem.

00:10:26: Voll gut, herzlichen Glückwunsch dazu.

00:10:29: Voll schön.

00:10:30: Ja, ist irgendwie verrückt.

00:10:32: Man sitzt da damals, ich glaub, ich hab zwei Stunden gedauert, um die Dinger da hinzumachen.

00:10:37: Dann läuft man jahrelang damit rum und denkt, das ist so ein Riesending.

00:10:40: Ich hab das immer vor mir hergeschoben, weil ich dachte, das geht alles nicht.

00:10:43: Dann geh ich einmal zum Lasern.

00:10:45: Und dann macht die da drei bis fünf Minuten Wasser in meinem Gesicht.

00:10:48: Das ist einfach weg.

00:10:50: Wie teuer war das?

00:10:52: Hundertzwanzig Euro.

00:10:54: Und ich muss aber dazu sagen, dass ich, glaube ich, echt Glück habe, weil die haben gesagt, es braucht vier bis sechs Sitzungen, bis es weg ist.

00:10:59: Also du bezahlst schon ein paar Hundert Euro, bis es weg ist.

00:11:02: Und verrückterweise ist es bei mir jetzt aber nach der ersten Behandlung, ich würde sagen, zu ninety Prozent weg, also theoretisch.

00:11:11: Das sind wirklich Feinheiten, das sind so Feinheiten, die noch übrig sind, dass man denken könnte.

00:11:14: Ich habe da vielleicht einfach ein bisschen ein Pigmentfleck oder so was an einer Stelle.

00:11:19: Ansonsten ist es komplett, komplett weg.

00:11:22: Und da haben wir auch ganz viele geschrieben, ja, die Farbe kommt wieder, das ist nur am Anfang weg.

00:11:26: Ne, die haben eine Teststelle bei mir gemacht, die komplett weg war und die ist bis jetzt komplett

00:11:31: weg.

00:11:32: Boah, okay, guter Job.

00:11:34: Also paar Hundert

00:11:35: Euro hab ich vielleicht gespart.

00:11:37: Entweder die haben ihren Job sehr gut gemacht oder ich hab wirklich Glück, weil das Ding schon so alt war.

00:11:44: Weißt du?

00:11:45: Na ja.

00:11:47: I don't know.

00:11:48: Aber ich starte auf jeden Fall mit glücklichen Augenbrauen ins Jahr.

00:11:52: Hey, voll schön.

00:11:53: Apropos Glück, liebe Jacko, hast du diese Woche einen Fund oder einen Abfaktor mitgebracht?

00:11:58: Ich habe beides mitgebracht.

00:12:01: Das lobt ich

00:12:02: aus.

00:12:02: Ich hab auch beides mitgebracht.

00:12:04: Ich versuch mich kurz zu fassen.

00:12:06: Ja, dann lass uns doch mal mit dem Fundfaktor rein starten.

00:12:10: Was sagst du dazu?

00:12:11: Find

00:12:11: ich gut.

00:12:12: Dann kommt jetzt

00:12:14: der.

00:12:21: Funfaktor.

00:12:22: Das ist der Funfaktor.

00:12:30: Kurz bevor wir nach Dänemark gefahren sind, hat das hier geklingelt bei uns zu Hause.

00:12:36: Ganz kurz noch mal uns einzuordnen.

00:12:38: Wir waren über die Feiertage in der Heimat und dann sind wir über Silvester.

00:12:42: Wir wollten wegen des Hundes nach Dänemark, weil wir da eher ... Ich dachte eher, ruhig stehendes Haus gefunden haben.

00:12:48: Es war dann doch ein bisschen viel Gebölle, aber na egal.

00:12:51: Und da war ich kurz vorhin nochmal einkaufen am Abend vorher.

00:12:53: Das war der Montag vor Silvester.

00:12:57: Und hab noch Geld abgehoben, bin dann nach Hause.

00:13:01: Und das ist so alles schön und gut.

00:13:03: Und dann haben wir gesessen, haben gepackt, haben gesagt, okay, morgen früh fahren wir dann los.

00:13:06: Plötzlich klingelte es.

00:13:08: Und ... Wir fahren mit dem Mietwagen, ganz kurz noch mal um das einzuordnen.

00:13:13: Und klingelt es.

00:13:14: Und dann sagte die Polizei da unten, hallo, hier ist die Polizei.

00:13:20: Und wir waren so, okay, können wir bitte kurz hochkommen?

00:13:24: Und wir waren so, help, help, help, was haben wir gemacht?

00:13:27: Scheiße, Scheiße.

00:13:28: Keine Ahnung, Polizei ist einfach so ein ...

00:13:30: Ich hab Angst.

00:13:31: Ich sehe nur ein Polizeiauto, ich bin stocksteif im Auto.

00:13:36: Ja,

00:13:36: ich warte wirklich, ich steh da ... Also, hier gibt's ein paar Ampeln, ne?

00:13:40: Das sind so Pseudo-Ampeln.

00:13:42: Ich weiß nicht, wofür es die gibt.

00:13:43: Ich bin ganz ehrlich mit euch, da geh ich auch über Rot.

00:13:46: Aber wenn da ein Polizist irgendwie, dreihundert Meter weiter steht, ich bleib da so was von stehen und halte diese

00:13:51: Rotfaser auf.

00:13:52: Ja, na klar.

00:13:54: Oder auch rechts fahren, oder Fahrradlicht, hab ich auch richtig Angst vor, wenn ich einen Polizist sehe und es ist vielleicht schon dämmerig.

00:14:00: Und mein Fahrradlicht geht gerade nicht.

00:14:02: Oder ich mein, na ja, es hat auf jeden Fall geklingelt, die Polizei stand vor der Tür und ich war so, fuck my life, und dann sind da ... drei Polizisten hochgekommen.

00:14:10: Wir

00:14:11: würden sie gerne abführen.

00:14:13: Ja, und das Ding ist, ich stand da mit uns vor der Wohnungstür.

00:14:17: Jaco, wenn man unsere Wohnungstür aufmacht, das erste, was du siehst aus unserer Wohnung, ist ein großes Poster, wo ACAB draufsteht.

00:14:25: Nein, du willst mich komplett verarschen.

00:14:27: Nein, es ist die komplette Wahrheit.

00:14:29: Oh mein Gott.

00:14:32: Es ist von einem befreundeten Illustrator,

00:14:34: weißt

00:14:34: du?

00:14:35: Und das steht ganz oft über einander AC-Avy.

00:14:39: Es war mir Schweine unangenehm, weil die Wichako, die haben gesagt, wir haben hier was für sie und für ich so was denn.

00:14:49: Vermissen Sie nicht irgendwas?

00:14:51: Nicht so, nee, was denn?

00:14:53: Ja,

00:14:53: gucken Sie mal, hier ist ein Portemonnaie.

00:14:55: Das sind doch Sie, oder nicht?

00:14:58: Ja, das bin ich, wie mein Popmonee ist weg.

00:15:01: Ja, das müssen sie verloren haben.

00:15:02: Ich so, ach Mensch, das ist mir noch gar nicht aufgefallen, cool.

00:15:04: Ja, wir wollten Ihnen das vorbeibringen.

00:15:06: Normalerweise könnten wir das ja zum Fundberuhig bringen.

00:15:09: Oh mein

00:15:09: Gott, das ist ja süß.

00:15:10: Aber

00:15:11: wir haben gesehen, wo Sie wohnen, dann haben wir gesagt, komm, das machen wir mal eben, ist ja zwischen den Feiertagen und so was, alles, was braucht man ja.

00:15:18: Und da meinten die so, würden Sie mal prüfen, ob noch alles drin ist?

00:15:22: Ich so ... Ich guck da so rein und denk mir, krass man, ich hab eben noch Geld abgehoben für ein Urlaub und es ist einfach noch alles drin.

00:15:29: Und dann haben die mir das gebracht und hinter mir ist einfach dieses fette Poster und ich hab mich so geschickt.

00:15:34: Das Poster

00:15:34: häng ich jetzt mal ab, wie

00:15:36: ein süßes Service.

00:15:39: Und die waren so nett, da musste ich das unterschreiben, als ich das entgegengenommen hatte.

00:15:44: Und ich hab noch nicht mal gemerkt, dass mein Poponni weg war, aber es wurde mir einfach ... nach Hause gebracht von drei ganz lieben Polizisten, also zwei Polizistinnen und einen Polizist.

00:15:53: Und ich hoffe einfach, dass sie diese, das ist so eine verschnörkelte Illustration, dass sie es nicht geschneitert haben, weil das war nicht persönlich gemeint, aber es war halt auch einfach ein Funfaktor, weil

00:16:04: die Tür ging zu

00:16:05: und ich guck meinen Freund mit großem Arm, ich hoffe, die haben dieses Poster nicht gesehen, ich fand mich so peinlich.

00:16:13: Naja, auf jeden Fall hab ich da mehr Pop-Monet wieder gehabt.

00:16:16: Ohne zu wissen, dass es weg war und die ganze Kohle war noch drin.

00:16:19: Das war einfach richtig geil.

00:16:20: Das ist ein stabiler Funfaktor.

00:16:23: Oder?

00:16:24: Geil.

00:16:24: Und dann auch noch

00:16:25: vor denen mag, weil du brauchst ja deinen Pass auch, um die Grenze zu fahren.

00:16:30: So mit Geld, ohne Geld ist kein Problem.

00:16:32: Aber mein Päher war da drin, Führerschein war da drin, alles halt.

00:16:36: Alles, was nervig ist, das neu zu machen.

00:16:40: Ja, haben sie mir wiedergebracht.

00:16:42: Das war mein Funfaktor.

00:16:45: Wunderschön.

00:16:46: Was war bei dir Geiles?

00:16:50: Ich habe eine kleine Kiffergeschichte.

00:16:52: Kommt ja hier gut an.

00:16:57: Bekifft auf der Muscheltoilette ist ja auch unsere meistgehörigste Folge, glaube ich.

00:17:02: Warum auch nicht?

00:17:04: Auf jeden Fall eine der meistgehörigsten habe ich letztens noch gesehen und dachte so, okay, auf den Titel sind's abgegangen.

00:17:11: Na gut.

00:17:12: Ähm, und zwar, also Sam, ich kippe ja eigentlich nicht mehr, ne?

00:17:16: Aber ich hab noch was zu Hause gehabt, weil ich hab das ja immer legal bezogen.

00:17:24: in diesen Geschäften, wo man das jetzt legal beziehen kann und da kannst du halt nicht so schnell kündigen.

00:17:28: Also, deswegen hatte ich da noch was zu Hause.

00:17:31: Und mein Freund und ich, also ich muss das jetzt mit dazu erzählen, weil ich glaub, die Story ist auch eigentlich nur lustig, weil man so lustig, weil man dabei gewesen ist.

00:17:40: Aber ich hatte wirklich einen großartigen Abend.

00:17:42: Also, es war Silvester, mein Freund und ich haben zu Hause gefeiert, weil ... Na ja, wir wussten auch nicht, wie Billy aufs Böllern reagiert und so weiter.

00:17:50: Dementsprechend sind wir natürlich zu Hause mit unserem Hund.

00:17:53: Und ich bin dann einfach am Silvesterabend auf die Idee gekommen, du, wir haben ja Silvester.

00:18:01: Wir könnten doch vielleicht

00:18:02: mal diese Schublade

00:18:04: einmal aufmachen, ne?

00:18:05: So, das muss ich einmal zur Vollständigkeit erzählen, warum wir so einen Kinder-Kacker-Humor danach hatten.

00:18:11: Und zwar haben mein Freund und ich dann bekifft ... Das ZDF Silvester-Spektakel geguckt, was du auch geguckt hast, wie ich gestern gehört habe, mit Jörg Pilaver und Kiwi.

00:18:24: Oh mein Gott, ja.

00:18:26: Und falls ihr das nicht geguckt habt, es gibt ja immer Silvester, diese Sendungen, da moderiert dann irgendwer draußen in der Kälte und dann treten zwischendurch irgendwelche Leute auf.

00:18:38: Und das war auch nicht, ich glaub, das war ein Hamburg sogar.

00:18:40: Ja, genau, das erste Mal, glaub ich.

00:18:43: Genau, es war eine riesengroße Veranstaltung und da kam zwischendurch so Acts auf die Bühne so.

00:18:48: Und dann kam der Moment, wo Olli P. aufgetreten ist.

00:18:53: Ach was.

00:18:53: Und Oli P. Ich weiß nicht, ob ihr euch erinnert.

00:18:56: Ich habe mit Oli P. oder Kevin und ich haben gemeinsam mit Oli P. mal eine Kampagne für DM gemacht.

00:19:01: Das heißt, ich habe Oli P. mal kennengelernt durch diese DM-Kampagne.

00:19:06: Das war damals für den November.

00:19:08: So Aufklärung wegen Männer, toxische Männlichkeit, nicht zum Arzt gehen, Krebsfrausorge und so weiter.

00:19:14: Und wir saßen dann so in unserem ... Lustigen Zustand vom Fernseher und haben Oli P. beim Singen zugeguckt.

00:19:22: Ich bin voll abgegangen, weil das ist ja genau unsere Zeit.

00:19:26: Flugzeuge im Bauch, so.

00:19:27: Ich hab hier richtig Party gemacht.

00:19:29: Und da hab ich zu Kevin gesagt, Kevin, das ist unser Freund Oli

00:19:34: P.

00:19:36: Der Austritt ist so gut, das müssen wir dem jetzt sagen.

00:19:39: Wir müssen dem Frust neues Jahr wünschen.

00:19:41: Und dann hab ich

00:19:42: Oli P.

00:19:43: fünf Jahre, ich dachte, der weiß überhaupt gar nicht mehr, wer ich bin, fünf Jahre nach dieser Kampagne, eine WhatsApp-Nachricht geschickt.

00:19:51: Na Gott sei Dank hast du nicht angerufen.

00:19:53: Komplett breit, hab ich geschrieben.

00:19:55: Olli, ich hab hier sie hier vor mir liegen.

00:19:56: Olli, wir gucken grad deinen Auftritt im ZDF mega.

00:20:01: Dann vier Emojis.

00:20:02: Frohes, neues Tag.

00:20:07: Das ist so richtig.

00:20:08: Das ist der Style-Whatsapp-Status irgendwie.

00:20:11: Ja,

00:20:11: richtig.

00:20:12: Das ist einfach mega.

00:20:14: Wir gucken gerne auf, das ist mega.

00:20:17: Und wir fanden das so witzig.

00:20:19: Weil wenn du so regelmäßig kiffst, hast du ja keine Lachflasche mehr.

00:20:22: Ich habe seit einem Dreivierteljagd nicht mehr gekifft.

00:20:25: Ich hatte so einen Lachflasch.

00:20:27: Dann sind wir da vom Fernseher abgegangen.

00:20:29: Und da war sein Auftritt vorbei.

00:20:31: Und dann haben wir die ganze Zeit Scherze gemacht.

00:20:33: Das war wie der Insider des Abends.

00:20:35: Der Auftritt ist jetzt vorbei.

00:20:36: Jetzt kann er uns gleicher antworten.

00:20:38: Mein Kevin so, ja stimmt eigentlich.

00:20:39: Ich habe noch keine Nachricht bekommen.

00:20:42: So, und dann schalten wir fünf Minuten später weiter auf ARD oder so.

00:20:47: Wer tritt gerade auf in der Show?

00:20:49: Olli Peh.

00:20:50: Da sage ich, ja, deswegen hatte er uns noch nicht geantwortet.

00:20:53: Der ist weitergefahren zur nächsten Veranstaltung.

00:20:56: Und dann ist er da abgegangen, haben wir wieder Party mit Olli gemacht.

00:21:00: Und es war so witzig, Sam.

00:21:02: Ich kann das jetzt gar nicht mehr rüberbringen, wie witzig das war, aber Olli Peh... Ich bin

00:21:06: schon so witzig, muss

00:21:07: ich sagen.

00:21:08: Ist einfach... durchs Publikum so gegangen und hat so die Handys von den Leuten genommen und hat mit den Selfies gemacht und hat da so drauf geguckt.

00:21:15: und

00:21:16: dann, okay,

00:21:17: hab ich gesagt, guck mal, der schreibt uns jetzt.

00:21:21: Wir haben uns einfach, wir hatten einfach riesengroßen Spaß.

00:21:24: Und Sam,

00:21:26: irgendwann

00:21:26: waren die Shows dann vorbei und um ein Uhr bekomme ich von Oli Pill eine WhatsApp-Nachricht, dass er uns ein gesundes neues Jahr wünscht mit drei Herzchen.

00:21:37: Das finde ich richtig stabil, weil ich brauche mich mal drei, vier Tage um zu ansporten.

00:21:43: Und er macht das am gleichen Abend nach der Arbeit?

00:21:47: Der hat

00:21:47: mir einfach... Der hatte zwei große Silvesterauftritte in Hamburg im Fernsehen und hat mir eine Dreiviertelstunde später einfach ein frohes neues Jahr zurückgewünscht.

00:22:00: Das ist eine ganz liebe Baus.

00:22:02: Wirklich.

00:22:02: Das ist ein ganz lieber Mensch.

00:22:04: Also es wusste ich damals schon.

00:22:05: Ich habe ja selten so sympathischen Menschen kennengelernt, aber da habe ich eigentlich ... Wir haben uns hier kringelig gelacht.

00:22:11: Wir haben uns so gefreut.

00:22:14: Das fühlt

00:22:14: sich richtig wholesome

00:22:16: an, so wie man das sagen kann.

00:22:18: Ja.

00:22:19: Das war schön.

00:22:20: Deswegen habe ich mir aufgeschrieben und gedacht, das muss ich einfach als Funfactor erzählen.

00:22:25: Er wird das nicht hören, aber trotzdem Grüße gehen raus an Oli P. Einfach mega

00:22:29: cool.

00:22:29: Grüße gehen raus.

00:22:32: Das

00:22:33: ist sehr, sehr schön.

00:22:34: Ich bin eigentlich zu positiv, um jetzt ins Negative abzurutschen.

00:22:38: Und deswegen versuche ich jetzt das Negative auch einfach mit ... Das ist eigentlich mein Most-Use-Emoji, dieses Lachen, wo diese eine Träne so runterkommt.

00:22:48: Weißt du?

00:22:49: Ja, ja.

00:22:50: So versuche ich jetzt, den Abfaktor wegzulachen.

00:22:54: Ja,

00:22:54: komm.

00:22:55: Wir machen mir da reinzuleiten.

00:22:57: Ja, los.

00:22:58: Dann kommt jetzt der.

00:23:00: Der.

00:23:01: Abfucktor!

00:23:05: Abfucktor!

00:23:07: Der ist bei mir so schwammig, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll.

00:23:11: Ich hab gedacht, ich brauche einfach einen Ort, um das auszukürzen.

00:23:14: Und es kann auch sein, dass ich mich wiederhole.

00:23:16: Aber ich finde einfach, das Teil meines Leids, das führt dazu, dass ich mich besser fühle,

00:23:21: verstehst du?

00:23:21: Ist immer so, ist immer so.

00:23:23: Mann, ich hab ja ... Ich hab ja grad ein Kind gekriegt im August, ne?

00:23:29: Und ich hab seitdem die größte Identitätskrise meines ... Fucking lives.

00:23:34: Ich komm da nicht raus.

00:23:35: Es wird tendenziell schlimmer.

00:23:37: Und ich hab das Gefühl, ich werd loco.

00:23:39: Also wirklich komplett loco.

00:23:40: Aber

00:23:40: was ist das?

00:23:41: Du hast es schon mal an.

00:23:42: Du hast mir gestern privat doch was erzählt, aber da konnte ich noch keine Schlüsse rausziehen.

00:23:48: Und ich erinnere mich daran, dass du auch schon mal hier im Podcast gesagt hast, dass du das Gefühl hast, du musst gerade herausfinden, wer du bist, als Frau, als Mutter und so weiter.

00:23:58: Aber kannst du uns das irgendwie noch näher

00:24:01: ... Ich versuche es.

00:24:05: Also ich habe insgesamt sehr, sehr viele Gefühle.

00:24:08: Einmal zu Familie, zu Freundschaft, zu Arbeit, zu Werbinnig, zu Hobbys.

00:24:15: Ich habe viele Gefühle.

00:24:16: Ich gehe da voll rein.

00:24:17: Ich bin super schnell getriggert.

00:24:20: sehr emotional, je nachdem, auch wie ich geschlafen habe.

00:24:23: Aber ich bin auch radikal geworden, würde ich sagen.

00:24:25: Und ich bin gerade auf dem Weg.

00:24:27: Ich habe es zu meinem Freund jetzt auch gesagt, so.

00:24:30: Und das ist so ein ... na, ich würde sagen, würdest du sagen, ich neige zu Übersprungshandlungen?

00:24:36: Nicht im Großen.

00:24:37: Nee, ne, würde ich jetzt nicht sagen.

00:24:38: Ehrlich gesagt auch nicht.

00:24:39: Also du

00:24:39: kannst schon impulsiv sein, wenn du gerade irgendwie sauer oder überfordert oder so bist.

00:24:45: Aber ich würde, du bist jetzt nicht die Person, die ihre sieben Sachen packt und morgen in Buenos Aires wohnt.

00:24:50: Habe ich gesagt, lass uns doch einfach die Wohnung kündigen und gucken, was passiert.

00:24:54: Oh, Sam,

00:24:57: das habe ich gesagt.

00:25:00: Also einen Zustand, an den ich mich noch erinnere, ist Sam, die nicht weiß, wo sie jetzt nächstes hinzieht.

00:25:05: Ich erinnere mich an eine sehr große Krise.

00:25:07: Ja, kann das eine schlimme Krise?

00:25:10: Dann hab ich gesagt, weißt du was?

00:25:12: Ich hab zu mir selber gesagt, ich kann Farben nicht mehr sehen.

00:25:15: Ich mag das nicht, ich möchte jetzt ein beisches Clean House haben.

00:25:17: Ich mag das nicht mehr mit den Farben bei mir.

00:25:19: Das ist mir alles zu viel, möchte ich nicht mehr.

00:25:21: Ich werd jetzt ein beisches Girl und hab alle Textilien bestellt.

00:25:24: Ich hab hier mal bunte Kisten decken und so.

00:25:26: Hab das bestellt in so Beachtönen und so braunen Tönen, dachte so, ich bin jetzt diese Art von Person, hab das ausgepackt, dachte so, nee, irgendwie auch nicht.

00:25:37: Nee, das bin ich nicht.

00:25:38: Hab's wieder eingepackt und wieder zurückgeschickt.

00:25:41: Diese Sachen hab ich gemacht.

00:25:43: Dann sag ich, ich möchte im Frühjahr nach Thailand.

00:25:47: Dann hat mein Freund gesagt, wir gucken nach Flügen.

00:25:50: Schauen wir mal, wir müssen gucken, wo der Hund bleibt.

00:25:53: Ich sag, das geht nicht, kann den Hund nicht alleine lassen.

00:25:56: Das möchte ich doch nicht.

00:25:57: Die ganze Zeit passieren solche Dinge in mir.

00:26:01: Dabei versuch ich einfach zum

00:26:03: Mutter.

00:26:04: eine gute Mutter zu sein, dabei versuche ich irgendwie zu arbeiten, dabei versuche ich irgendwie noch Rückbildung zu machen und irgendwie so... zu überlegen, wer ich bin und was ich will, was ist meine Identität?

00:26:19: Ich möchte mit Menschen arbeiten, ich möchte digital arbeiten, ich möchte dies machen, ich möchte jenes machen und ich bin die ganze Zeit dadurch nicht bei mir, weil so viel passiert, verstehst du ich meine?

00:26:32: Ja, das verstehe

00:26:33: ich.

00:26:33: Und das führt einfach zu so einer, ich habe eine kurze Zündschnur,

00:26:37: weil...

00:26:38: so viel in mir passiert.

00:26:40: Und jetzt habe ich darüber nachgedacht.

00:26:42: Also ich höre gerade viele Hörbücher.

00:26:44: Kann ich echt sagen, bei Bookbeat auch in der Werbung ein Buch empfohlen, das tut mir sehr gut, das zu hören.

00:26:51: Da wurde nämlich unter anderem eine Sache gesagt und ich finde, das trifft es ganz gut.

00:26:56: Mütter, die sich vorgestellt haben, dass wenn sie ein Kind kriegen, dass das Leben genauso weiterläuft wie bisher, die trifft es am härtesten.

00:27:06: Und genauso bin ich ja gefahren.

00:27:08: Das habe ich ja zu dir auch die ganze Zeit gesagt.

00:27:10: Ich lebe mein Leben genauso weiter wie vorher.

00:27:12: Ich habe aber ein Kind und das ist auch schön und ich freue mich auch darauf.

00:27:17: Aber es hat mich so eiskalt getroffen auf ganz vielen Ebenen und das liegt unter anderem auch daran.

00:27:26: Und deswegen rede ich auch darüber jetzt, weil mir das sehr wichtig ist, das aufzubrechen, weil ich nur Mütter in meinem Umfeld kenne, abgesehen jetzt von so aus unserer Generation, welcher war z.B.

00:27:36: meine Mutter und ältere Mütter und so.

00:27:38: Die haben nie gesagt, was das für eine Herausforderung für sie war, dass das anstrengend war in der Identität und vielleicht auch mit welchen Herausforderungen das einfach einherging, so in Summe.

00:27:51: Damit

00:27:51: ich nie konfrontiert.

00:27:52: Ich hab das ja meine ganze Kindheit lang gehört.

00:27:56: Da schein' ich die Einzige zu sein.

00:27:57: Deswegen hatte ich ja so Schiss davor.

00:28:00: Ja, und ich halt gar nicht.

00:28:02: Ich bis jetzt gar nicht.

00:28:03: Ich hab immer nur gedacht, das sind alles Einzelfälle oder so.

00:28:06: Und jetzt merke ich am eigenen Leib, was das doch für eine krasse Veränderung ist.

00:28:11: Rein emotional plus auch hormonell, das muss ich ja auch dazu sagen.

00:28:15: Bei mir auch gefühlt.

00:28:17: Also ich hab das Gefühl, dass ich seit drei Jahren in so einem ... Krisenmodus bin, also ich durch die Fehlgeburten, die mir... heftiger Kinderwunsch, Fehlgeburten.

00:28:28: Das heißt, es war immer so ein hormonelles Auf und Ab jedes Jahr, muss ich halt auch sagen.

00:28:33: Und dann kommt eine richtige, also eine volle Schwangerschaft mit Geburt, auch nochmal Hormone.

00:28:38: Und das ist jetzt gerade alles dabei, sich zu finden, zu setteln und mich durcheinander zu bringen.

00:28:46: Und ich habe gar keine Antwort.

00:28:48: Aber ich sehe, ich habe zum Beispiel heute eine Story gesehen von einer, die auch gesagt hat, wo ich bin.

00:28:53: Ich bin Mutter und ich muss jetzt meine Elternzeit vorbei und ich muss dann wieder in den Beruf.

00:28:57: Aber ich habe so viele Gefühle gerade und so.

00:29:00: Und mir tat das total gut, das zu hören.

00:29:03: Das andere auch Struggle.

00:29:04: Das andere auch vielleicht nicht so den geradlinigen Weg gehen oder sich fragen, was sollen sie eigentlich genau machen?

00:29:13: Wo sehen sie sich?

00:29:15: Wie machen sie das gut, wie sie es machen und so?

00:29:17: Und das passiert gerade alles so parallel in meinem Kopf, dass ich das Gefühl habe, da oben ist die ganze Zeit eine Kirmes, also wirklich eine ganz große Kirmes mit Feuerwerk.

00:29:30: Und ich versuche die ganze Zeit so Stück für Stück etwas anzugehen, aber ich kriege das gerade noch nicht so richtig sortiert.

00:29:36: Und das ist gerade mein riesengroßer Abfaktor, weil ich mich dafür schäme.

00:29:40: Ich schäme mich dafür, nicht richtig klar zu sein, in dem was ich fühle, nicht straight zu sein, diese Unsicherheit zuzugeben auch, es nicht genau benennen und lokalisieren zu können und vor allem auch ... bin ich eine sehr lösungsorientierte Person und ich habe gerade nicht so eine richtige Lösung.

00:29:59: Das heißt, ich habe voll viele Sachen gemacht, ich habe Sachen aufgeschrieben, ich habe Visionboards gemacht und so, aber dadurch, dass ich gar nicht genau, ich kann mich gar nicht richtig fokussieren.

00:30:10: Ich kann mir gar nicht genau sagen, was, also mein Visionboard ist quasi ganz Pinterest gemixt, so vom Feeling, weil ich es nicht... so fokussieren kann.

00:30:19: Und da passiert grad so viel in mir.

00:30:22: Und ich hab irgendwie gedacht, dass das nach dem Wochenbett oder so sich wieder settelt.

00:30:27: Und vielleicht ist es bei mir auch doller als bei anderen.

00:30:29: Ich hab keine Ahnung.

00:30:30: Ich hab keine Vergleichsmöglichkeiten.

00:30:33: Aber ich merke auf jeden Fall, dass da einfach so krass viele Emotionen grad stattfinden noch immer.

00:30:43: Und es fakt mich ab.

00:30:44: Es nicht.

00:30:45: zu Orten zu können, nicht zu wissen, wann geht das weiter.

00:30:48: Und ich weiß auch, also ich wollte ganz viele drastische Entscheidungen treffen und bin dann halt voll froh, dass ich durch Hörbücher und auch durch Artikel, die ich gelesen habe, immer wieder gelesen habe, weil ich den Satz gesteupert bin, nicht keine Entscheidungen treffen im ersten Jahr, weil sonst hätte ich die Kündigung, ich hätte so viele... komische Sachen gemacht.

00:31:08: Ich hatte alle Farben aus meiner Wohnung verbannt, Jaco.

00:31:11: Einfach aus Prinzip.

00:31:12: Ich wollte es nicht mehr sehen.

00:31:14: Das ist so absurd.

00:31:17: Ich kenne mich gerade selber nicht so ganz.

00:31:19: Ich versuche mich gerade neu kennenzulernen und das beschäftigt mich einfach intensiv und das ist mein Abfaktor, weil ich wünschte, da wäre ein bisschen mehr Klarheit, Fokus und auch Ambitioniertheit.

00:31:34: Da, ich weiß es nicht, aber ich bin gerade noch dabei, alles irgendwie aufzubauen.

00:31:42: Also das klingt

00:31:43: anstrengend, aber trotzdem klingt es ganz gut für mich.

00:31:48: Wieso?

00:31:49: Ich weiß nicht.

00:31:50: Also jetzt so meine Wahrnehmung, wenn ich dir so zuhöre, ist, als würdest du dich gerade heuten.

00:31:57: Ich war nie in deiner Situation, ne?

00:32:00: Ich bin noch nie Mutter geworden und kenne natürlich diese spezielle Herausforderung nicht, aber trotzdem die Gefühle, die du grad auch bezüglich der Farben und des Wohnorts und so was, dieses Gefühl kann ich ein bisschen greifen.

00:32:17: Und ja, es ist halt super unbequem irgendwie, wenn man sich verändert.

00:32:23: Manchmal ist es ja so, dass man sich im Inneren ganz doll verändert.

00:32:28: Und in und außen geht ja irgendwie so zusammen.

00:32:31: Also das muss ja irgendwie in Harmonie sein.

00:32:34: Und dann passt das plötzlich alles nicht mehr.

00:32:36: Also ich kenne dieses Gefühl, die Farben, die ich immer gut fand, das bin ich mehr ich, die Formen, das bin ich mehr ich, das bin ich mehr ich.

00:32:43: Aber was bin ich denn?

00:32:45: Also diesen Schmerz kenne ich.

00:32:48: Und ... Ich glaube, das wirst du finden, auf jeden Fall.

00:32:52: Ich glaube, du bist einfach krass gewachsen und das muss jetzt irgendwie hinterher kommen.

00:32:55: Du musst es erst mal rausfinden gerade.

00:32:57: Ich erinnere mich, einen Moment habe ich mal ein Pinterest-Bord gemacht mit Kleidung.

00:33:03: Ich habe da drauf geguckt und war so, okay, das sieht gar nicht aus wie das, was ich mein ganzes Leben lang richtig geil fand.

00:33:10: Da war ich total unsicher.

00:33:12: Was ist das?

00:33:13: Bild ich mir das ein oder so?

00:33:14: Aber ich weiß nicht, ob du grade vielleicht einfach so das so eine Entwicklung ist.

00:33:19: Ich glaube schon.

00:33:20: Also man sagt ja, dass in der Muttertät so viele Hormone quasi ausgeschüttet werden wie auch in der Pubertät und das in einem ganz, ganz kurzen Zeitraum.

00:33:34: dass man sich da halt totalen Identitätswandel auch da reingeht.

00:33:40: Und die Sache ist, ich bin da im Vorfeld nicht drüber gestolpert.

00:33:44: Ich wusste davon nicht.

00:33:46: Und deswegen trifft mich das halt häufig, also auch so kalt.

00:33:51: Weil durch diesen verbissenen Kinderwund habe ich ganz viele Sachen ausgeblendet und idealisiert.

00:33:58: Ganz doll idealisiert.

00:34:00: Und ... Ich glaube, dass das jetzt so ein bisschen nicht zum Verhängnis klingt zu negativ, aber schon nochmal mein Blick.

00:34:14: Anders öffnet einfach, weil ich damit nicht gerechnet habe.

00:34:16: Ich mache das total gerne.

00:34:17: Ich bin total gerne Mutter.

00:34:19: Ich liebe den Kleinen, abgöttet.

00:34:20: Ich finde das eine absolute Bereicherung.

00:34:23: Nichtsdestotrotz ist das so im Zuge dieses großen Ganzen.

00:34:27: Wo bin ich?

00:34:28: Wo will ich sein?

00:34:30: Mache ich das, was ich mache eigentlich

00:34:31: gut?

00:34:34: Ja, das sind total viele Fragen, die da aufkommen.

00:34:37: Und für mich also das Einzige... ist für mich halt, ich muss mich gefühlt austauschen.

00:34:43: Ich hab mich mit einer Mutter dazu ausgetauschen, die das auch ähnlich nachempfindet auf jeden Fall.

00:34:47: So, die sagt, ich will eine komplette Umschulung machen.

00:34:49: Ich will nicht mehr zurück in meinen Beruf, ich will jetzt was anderes machen.

00:34:51: Das ist jetzt der Zeitpunkt, wo ich was anderes mache.

00:34:54: Und das find ich total cool.

00:34:55: Und ich kann das voll nachvollziehen.

00:34:57: Und dann gibt's halt noch so ein paar Hörbücher.

00:35:00: Wenn ich es aber so meiner Mutter oder so erzähle, dann hab ich mal das Gefühl, oder ich rede da nicht so, oder irgendwie so Freundinnen, die ... hab ich das Gefühl, die können das vielleicht nicht ganz so greifen, weil die denken, okay, die ist irgendwie gerade Matscha in der Birne, die schläft vielleicht ein bisschen zu wenig.

00:35:14: Aber es ist so ein ganz tiefes Ohrgefühl, dass grad alles irgendwie anders wird.

00:35:20: Und ich hab so ein bisschen Angst davor, weil ich jetzt grad gar nicht weiß, wer ich

00:35:24: bin.

00:35:24: Du weißt ja noch gar nicht, was, was kommen soll.

00:35:27: Ja, ja, genau.

00:35:30: Und das ist es halt einfach.

00:35:32: Und ich hab ... Gestern auch noch mal, ich rede da fast täglich mit meinem Freund drüber, weil diese Gefühle raus müssen oder diese Gedanken müssen irgendwie raus.

00:35:42: Und ich sage die ganze Zeit nur so, bitte erinnere mich immer daran, dass ich keine Entscheidungen treffen soll.

00:35:47: Bitte gib mir bis August, sag bis August, bitte keine große Entscheidungen treffen.

00:35:52: Weil das ist einfach, es ist einfach komisch.

00:35:55: Wie gesagt, dann irgendwie bei kleineren Zeiten auf einmal so nach.

00:36:00: Häusern zu gucken in Lübcke und Wohnungen und solche Sachen, die mich halt auch lange schon beschäftigen.

00:36:08: Aber gefühlt ändert sich meine Stimmung und mein Inneres alle Viertelstunde.

00:36:15: Und ich kann mich selbst gar nicht greifen.

00:36:16: Manchmal bin ich so überfordert von diesen ganzen Gefühlen, dass ich einfach unter der Dusche stehe und weine, wenn mich das so ... Beschäftigt.

00:36:25: Und Leute, ich geh zur Therapieparallel.

00:36:28: Also wir machen gerade die Parttherapie, aber wir sprechen noch einzelne Themen an und so was.

00:36:32: Also es ist gerade einfach ein ...

00:36:34: Aber ich find, das klingt gar nicht besorgniserregend, sondern nur scheißen unbequem.

00:36:39: Ich hab irgendwie das Gefühl, da kommen jetzt richtig gute Sachen mal rum.

00:36:43: Weil du bist jetzt gerade richtig am überlegen und am fühlen, wie du deinen Leben gestalten möchtest.

00:36:47: Du brauchst ja nur noch Antworten, die werden kommen.

00:36:50: Ich hoffe, ich muss halt ganz viel ausprobieren, um diese Antworten zu finden, weißt du, wie ich meine?

00:36:56: Ja, und Sam, ne?

00:36:58: Ich komm wieder auf Astrologie zurück.

00:37:00: Ich weiß ja immer noch nicht, ob's stimmt, aber ...

00:37:02: Das ein- ... zweiser Jahr.

00:37:03: Es ist ein Einseier.

00:37:04: Ab, ich glaub, Mitte Februar, sechsundzwanzig, fängt ein neuer Zyklus an.

00:37:11: Bis dahin wird aufgeräumt, und dann geht's los hier.

00:37:14: Sagen Sie.

00:37:15: Sagen Sie die Leute auf Instagram.

00:37:18: Ich bin auf jeden Fall gespannt.

00:37:19: Also das ist gerade auch so mit dieser Jahreszeit.

00:37:21: Es ist gerade extrem schwierig alles irgendwie, würde ich sagen.

00:37:24: Also wenn es jetzt ein leichter Sommer wäre, wäre das vielleicht was anderes.

00:37:27: Aber gerade ist für mich jeder Tag eine Herausforderung.

00:37:31: Wirklich nochmal zur Betonung nicht im Mutter da sein.

00:37:33: Das mache ich total gerne und das finde ich gelingt mir auch ganz gut, glaube ich.

00:37:36: Also das finde ich voll schön.

00:37:39: Sondern eher im Sinne von, wie gestalte ich den Tag jetzt, dass ich abends ins Bett gehe, dass es mir gut geht.

00:37:46: Auf allen Ebenen.

00:37:49: Und da muss ich halt, da bin ich grad am Ackern.

00:37:52: Ja, das ist einfach ein zusammenhangloser Abfaktor, der mich aber gerade beschäftigt, den ich rausposaune in die Welt, weil alles, was man ausspricht, ja.

00:38:05: Tut irgendwie gut, würde ich sagen.

00:38:07: Das ist immer gut.

00:38:08: Ja.

00:38:09: Austausch, super wichtig, sowieso.

00:38:11: Du kriegst bestimmt auch Nachrichten dazu.

00:38:14: Genau, falls du noch jemand ähnlich fühlst oder so, finde ich ganz gut.

00:38:18: Ich hab zum Beispiel auch Fibre Reddit gelesen und so.

00:38:20: Ich weiß nicht, ob ich dir das gestern privat schon erzählt, oder ob ich es meinem Freund erzählt.

00:38:23: Da meinte auch eine Anwältin, die hat dann so gesagt, ich kann aus Erfahrung sagen, keine vorliegenden Entscheidungen im ersten Jahr machen auch keinen, nix großes kaufen, nicht spontan heiraten, nicht spontan scheiden lassen.

00:38:39: Wartet erst mal dieses erste Jahr ab.

00:38:42: Ja.

00:38:42: Ja.

00:38:43: Naja, das war gut, das jetzt einmal auszusprechen.

00:38:47: That's me aktuell.

00:38:48: Ja, ich bin gespannt.

00:38:49: Ich bin gespannt, was ich da entfalten würde.

00:38:52: Wie ein Flitzebogen.

00:38:54: Ich auch.

00:38:55: Liebe Jaco, was hat dich abgefuckt?

00:38:58: Ja,

00:38:58: ich hab was Banaleres, aber ...

00:39:00: hab ich sehr

00:39:01: direkt aufgeschrieben.

00:39:03: Und zwar, ich war beim Zahnarzt, zweimal die letzte Woche.

00:39:07: Und Sam, ich bin ja eine kleine Angstpatientin, war ich ab einem gewissen Zeitpunkt, seit mir mal was Negatives passiert ist, ich glaub so mit Anfang zwanzig, davor hatte ich nie Angst vom Zahnarzt.

00:39:18: Und in den letzten Jahren hab ich auch wirklich viel durchgemacht mit zehn, weil da wirklich Leute Scheiße gebaut haben.

00:39:24: Also ... Ich werde mich nie vergessen, wie ein Zahnarzt mir einen Röntgenbild vorgehalten hat und hat gesagt, was haben die da in Berlin mit ihnen gemacht?

00:39:31: Das ist ja Körperverletzung.

00:39:33: Und dementsprechend bin ich ein bisschen vorbelastet und gucke ganz häufig, wenn ich nach so was gucke, zum Beispiel, ich bin ja jetzt hierhin umgezogen, hab dann zum Beispiel eingegeben, Zahnarzt oder, keine Ahnung, Ureichirurgie, Angstpatient.

00:39:45: Weil ich immer denke, wenn das schon auf der Website steht, dann sind, also weißt du, du musst jetzt mich nicht da ... aber ich möchte, dass sie das wissen und dass das eine Praxis ist, die eine gewisse Empathie mit sich bringt einfach.

00:39:58: Deswegen gebe ich das immer dazu ein.

00:40:00: Und dann habe ich eine Praxis gefunden hier im Umkreis, wo sogar stand, dass die so Hypnose anbieten.

00:40:06: Sowas brauche ich nicht, aber es gibt mir den Hinweis darauf, dass die so feinfühlig sind.

00:40:12: Und dann, ja, bin ich in diese Praxis gegangen, hab da eine Profilaxe bekommen, die waren auch alle ganz nett.

00:40:18: Und dann kam der Zahnarzt Reinsam.

00:40:20: Naja, er fragt mich so, ja, wie sind Sie dann auf diese Praxis eigentlich gekommen?

00:40:27: Und dann sage ich so, ja, ich habe bei Google Angstpatient eingegeben und da sind Sie mir aufgetaucht.

00:40:34: Und dann sagt er, das verdreht er die Augen und sagt, oh, das muss ich auch mal daraus nehmen.

00:40:39: Nein!

00:40:40: Und ich sag so... Ist der dumm?

00:40:43: Und dann sagt er so, ja, also ich hab ja hier diese Weiterbildung gemacht mit Hypnose und so.

00:40:48: Na ja, da kann man dann morgens zwei Patienten und mittags zwei Patienten machen, aber da kann man hier nicht dreißig Patienten am Tag durchjagen.

00:40:55: Und ich denk mir so, was geht bei ... Das ist eine Sache.

00:41:01: Die besprechen sie bitte abends mit ihrem Mann oder ihrer Frau oder mit ihrem Kumpel auf dem Bier, aber nicht mit mir.

00:41:08: Nach allem, was Sie grad von mir gehört haben, sag mal.

00:41:10: Geht's noch?

00:41:12: Geht's

00:41:13: noch?

00:41:14: Und ich dachte so ... So, einer bist du, also alles klar.

00:41:18: So, dann hat er in meinem Mund geguckt und für den Kontext, mir fehlt ein Zahn.

00:41:22: Der Zahn, wo richtig Scheiße gebaut wurde.

00:41:24: Der musste nämlich, da wurde so viel Scheiße gebaut, dass der gezogen werden musste.

00:41:28: Ja, da war jetzt halt die Frage hier im Plantat und so.

00:41:31: Und er guckte sich das an und sagte halt so, ja, an der Stelle müssen sie halt eine Entscheidung treffen.

00:41:37: Und er hat es so blöd gesagt, Sam, ne?

00:41:40: Er meinte so ... Da müssen sie halt eine Entscheidung treffen.

00:41:43: Mir persönlich ist das egal.

00:41:45: Sie müssen das selber wissen.

00:41:46: Ich muss es einfach nur in die Akte eintragen.

00:41:47: Wollen sie da jetzt was haben oder nicht?

00:41:50: Das war so blödgesagt.

00:41:51: Mir ist das egal, aber ich muss halt irgendwas hinschreiben.

00:41:55: Nein, wie unsympathisch.

00:41:58: Ja, und weil hier im Hause, also hier bei uns im Hause ja auch über Kinder gesprochen wird und so was, habe ich so was natürlich auf dem Schirm, dass eventuell in meinem Zeit, in meinem Leben einen Zeitraum kommen könnte, wo ich zum Beispiel nicht operiert werden kann.

00:42:13: Deswegen ist es für mich jetzt gerade einfach so wichtig zu wissen, was wäre gut, wenn das einfach gemacht wird.

00:42:20: Und da hat er gesagt, ja, Sie haben ja auch schon Zeit verloren.

00:42:22: Also, sowas macht man ja eigentlich ein halbes Jahr später.

00:42:25: Das ist ja locker, das ist ja jetzt bei Ihnen auch schon anderthalb Jahre her.

00:42:28: Und da sollten Sie sich jetzt zügig entscheiden, dachte ich so, okay.

00:42:33: Und dann wollte er mich röntgen.

00:42:35: Und in meinem Kopf war so, nee, ich möchte hier gar nicht operiert werden.

00:42:40: Das hab ich wirklich hinter mir.

00:42:41: Ich hab zwei Zahnärzte hinter mir in den letzten zwei Jahren, die mich behandelt haben, wie scheiße.

00:42:47: Der Typ, der mir ein Zahn gezogen hat, Sam, hat mir während der OP, der hat meinen kompletten Zahn zertrömmert, hat da wie ein Schlachter gearbeitet und nebenbei noch irgendwie so antifeministische Sachen losgelassen.

00:42:59: Ich hab gar keinen Bock, von irgendeinem komischen Mann operiert zu werden.

00:43:04: Ich will ihm das jetzt nicht unterstellen, bei dem ich war, dass das so jemand ist.

00:43:08: Aber er war mir zu flapsig einfach, so insgesamt.

00:43:12: Da hab ich einfach gelogen und hab gesagt, das geht jetzt gar nicht, weil ich weiß gar nicht, ob ich schwanger bin.

00:43:16: Hab ich gesagt.

00:43:18: Er gesagt, ah, okay.

00:43:19: Ich sag, ich kann mich dann ja noch mal melden, wenn ich das irgendwie weiß.

00:43:23: Und dann geh ich raus und dann sagt er, ja, ich seh grad, Sie haben in Berlin gewohnt.

00:43:28: Was haben Sie denn da gemacht?

00:43:29: Wie landen Sie dann in Bad Selz-Uffeln?

00:43:31: Dann hab ich gesagt, ja, ich hab das studiert.

00:43:32: Was haben Sie denn studiert?

00:43:34: Ich sag so, ja, Medienökonomie.

00:43:38: Ah, okay, ja.

00:43:41: Ist ja auch schwierig, da jetzt einen Job zu finden.

00:43:43: Wie ist das so für Sie?

00:43:44: Ich denk so, ich möchte die überhaupt gar nicht unterhalten.

00:43:48: Was?

00:43:48: Ich war schon mit dem Fuß in der Tür nach draußen.

00:43:51: Und dann hab ich gesagt, ja, da kann ich nichts zu sagen, weil ich bin selbstständig.

00:43:56: Aha, machen Sie auch so Filmchen?

00:44:00: Und ich sag so ... Nee, ich hab mir was aus dem Arsch, Sam.

00:44:04: Ich hab irgendwas erzählt.

00:44:05: Nee, ich bin im Bereich Werbung.

00:44:07: So, ich bin das Eheperot.

00:44:09: Keine Ahnung, ich wollt einfach raus aus diesem Gespräch.

00:44:11: Na klar!

00:44:12: Dann bin ich da raus und dachte so, hier komm ich nicht wieder hin.

00:44:16: Dann, Sam, hatte ich gestern einen ... Ich wollte ganz

00:44:19: kurz ... Stopp, stopp, zurück.

00:44:21: Ja?

00:44:22: Wie alt war der Arzt?

00:44:23: Ich brauch Kontext.

00:44:24: Ich würd sagen

00:44:25: so ... Ich würd sagen

00:44:25: so ... Wie sah der aus?

00:44:27: Anfang Mitte Fünfzig, würd ich sagen.

00:44:29: Okay.

00:44:29: Klein.

00:44:30: Klein.

00:44:31: Rundlich, halbglatze.

00:44:35: Sieht so ganz niedlich aus.

00:44:36: So eigentlich so einer... Niedlicher,

00:44:38: okay.

00:44:38: Ja, so niedlicher mit so... so flapsig lustig.

00:44:42: Er hat so ein bisschen so getan, als wären wir jetzt best friends seit zehn Jahren und ärgern uns schon gegenseitig.

00:44:47: Ich habe aber gar keinen Anlass dazu gegeben.

00:44:50: Guck mal, das habe ich jetzt gebraucht, um noch mal ein anderes Bild zu... Ich habe mir so ein Enddreißiger vorgestellt.

00:44:55: Der Versuch stand irgendwie so zu connecten.

00:44:57: By the way, weißt du?

00:44:58: Ja, ich glaube auch, er hat versucht zu connecten.

00:45:01: Aber das war viel zu früh.

00:45:03: Also diese Ebene, die haben wir noch gar nicht.

00:45:07: Ja, üb weiter, Junge, üb weiter.

00:45:10: Ja, und so was passiert mir?

00:45:12: relativ häufig, weil ich bin so von der Art her, bin ich immer so recht locker.

00:45:17: Aber trotzdem sage ich nur die Sachen, die man jetzt sagt in der Situation.

00:45:21: Aber die Leute, ich hab das Gefühl, die denken immer so, ah ja, mit der kann ich jetzt so einen Schnack führen.

00:45:26: Und wenn du dann auf solche triffst, dann wird's manchmal unangenehm.

00:45:31: Ja, also,

00:45:32: der hat auch am Anfang schon verschissen mit der Angstgeschichte, weißt du?

00:45:36: Ist so.

00:45:37: Nämlich mal raus aus der Webseite.

00:45:38: Was soll denn das, dumm Kopf?

00:45:40: Ja, dann fragt er so, was haben Sie denn?

00:45:42: Ich sag, wie meinen Sie in meinem Mund.

00:45:44: Nee, wo haben Sie denn diese Angst her?

00:45:45: Und ich dachte so, nee, nee, so

00:45:47: nicht, Brudi.

00:45:48: So einfach

00:45:49: nicht.

00:45:50: Ja, nee, verstehe ich auch nicht.

00:45:53: So,

00:45:53: man geht auf eure Webseite und denkt, man wird hier irgendwie in die Narkose meditiert.

00:45:57: Und jetzt kommst du mir so.

00:45:57: Hey,

00:45:59: zum Glück gibt's diese Schulungen, aber offensichtlich gehen diese Schulungen an einen Menschen einfach vorbei.

00:46:04: Ja, irgendwie weiß ich auch nicht.

00:46:07: Na ja, auf jeden Fall hab ich mir dann gestern was anderes rausgesucht.

00:46:11: Irgendwas, was gar nicht persönlich aussah, sondern so richtig professionell, als würde ich in ein teures Krankenhaus gehen.

00:46:17: So Oralchirurgie, Blblblblblblblblblblblblblblblbl.

00:46:19: In Bewertung, vier Komma, neun.

00:46:22: Bin ich auch ne dreiviertelstunde, ne eine halbe Stunde für gefahren oder dreiviertelstunde, war's mir wert, ne?

00:46:28: Und das war einfach eine Top-Situation.

00:46:30: Das war eine Top-Situation.

00:46:32: Der Typ kann rein.

00:46:33: Der war auch sehr nahbar und sehr nett, aber professionell.

00:46:37: Weißt du?

00:46:38: Und ich hab auch direkt gesagt, so, ich bin Angstpatient, dann hat er gesagt, ja, was wir auch machen können, wenn sie das möchten, wir können es auch in Narkose machen, dann können wir auch alles auf einmal machen.

00:46:48: Und dann hab ich gesagt, ja, ich hab irgendwie gehört, muss man da bei mir Knochenaufbau machen, weil das ist ja jetzt schon anderthalb Jahre her, er guckt da rein und sagt, nee, das ist top.

00:46:58: Das ist top.

00:46:59: Also, so, das ist die Grundlage, die ich mir wünsche, um so was setzen zu können.

00:47:05: Und da dachte ich so ... Ach, das sind ja ganz andere Worte, als Sie haben schon ganz schön viel Zeit verloren.

00:47:09: Da müssen Sie sich mal entscheiden.

00:47:10: Aber wenn Sie Ihre Zähne verlieren wollen, dann kann ich es auch einfach in die Akte schreiben.

00:47:16: Ja.

00:47:17: Es ist so wichtig, sich noch eine Zweitmeinung manchmal zu holen.

00:47:20: Hab ich dir mal erzählt, meine Freundin, der wurden dreizehn Löcher diagnostiziert, die soll so einen KV, hat einen Kosmalschlag kriegt.

00:47:26: Tausend dreihundert Euro sollte die Zeit geht zum nächsten Arzt.

00:47:29: Sie haben kein einziges Loch.

00:47:31: Nein.

00:47:33: Doch und

00:47:33: dann hat sie eine negative Google-Bewertung gekriegt und dann hat sie Post vom Anwalt gekriegt.

00:47:39: Oh mein Gott, ja.

00:47:41: Das

00:47:41: versuchen die immer gerne.

00:47:43: Das versuchen die immer gerne.

00:47:45: Aber da haben wir ja keine Chance.

00:47:46: Wenn du da gewesen bist, darfst du schreiben, was willst.

00:47:48: Außer du bemerkst.

00:47:49: Ja, genau.

00:47:51: Oh mein Gott.

00:47:51: Dreizehn

00:47:52: Löcher.

00:47:53: What the fuck einfach?

00:47:54: Ja.

00:47:55: Stell dir mal vor, die arme Frau hätte diese dreizehn Löcher bohren lassen.

00:47:59: Ja,

00:47:59: wirklich.

00:48:00: Für sie war das so, hey, ich hatte nie Probleme mit den Zähnen auf einmal.

00:48:04: Das kann doch gar nicht sein.

00:48:06: Und dann, das war ihre Kindheitspraxis.

00:48:09: Ich weiß nicht, ob der das große Geld gerochen hat.

00:48:11: Machen wir jetzt einfach mal.

00:48:13: Garantiert.

00:48:15: Na ja, okay.

00:48:16: Sorry.

00:48:17: Sorry.

00:48:18: Ja,

00:48:19: aber ja, das war, ich möchte aber am liebsten seinen Namen sagen, weil ich den so lustig finde, aber das mach ich nicht.

00:48:24: Aber wie seid ihr jetzt verblieben dann da?

00:48:26: Also wie geht's da jetzt weiter?

00:48:28: Ich hab jetzt diese Woche ein Gespräch, das Kostenvoranschlaggespräch, weil ein Implantat muss selber gezahlt werden.

00:48:36: Was bedeutet implantat?

00:48:37: Das heißt, ist das eine Krone, dass da erst so was reingesetzt wird in den Knochen?

00:48:41: Und dann hast du da so ein Zahn, der da drauf gedreht

00:48:43: wird?

00:48:43: Genau.

00:48:44: Genau.

00:48:45: Also wenn dir ein Zahn fehlt, hast du quasi zwei Möglichkeiten.

00:48:47: Du kriegst entweder eine Brücke, das bedeutet, links und rechts die Zähne werden abgeschleift.

00:48:52: Da kommen Kronen drauf und dann kommt quasi eine Brücke da drauf, wo ein Zahn dazwischen ist.

00:48:57: Oder du lässt dir quasi so eine kleine Schraube in den Kiefer machen und dann wird ein Zahn draufgeschraubt.

00:49:03: Und so eine Brücke wird bezahlt.

00:49:05: Aber im Plantat

00:49:06: werden gesunde Zähne dann noch mit abgefreist.

00:49:09: Genau, das ist einfach eine Kostenfrage.

00:49:13: Wenn du die Kohle hast, dann wird im Plantat empfohlen, ansonsten Brücke.

00:49:17: Mein Gott, meine Mutter hat auch zwei Brücken.

00:49:19: Die lebt auch so.

00:49:21: Aber

00:49:22: ich hab... Okay, verstehe.

00:49:23: Irgendwie... Und schmerzhafter, es gibt zwar Unterschiede.

00:49:26: Das weiß ich nicht.

00:49:27: Ich hab ihn auch gefragt, ich so... Ist das nicht viel zu viel, weil es muss noch ein Weißerzahn gezogen werden, wenn wir da ein Weißerzahn ziehen und dann im Plantats setzen?

00:49:36: Da meinte er so, ich hab hier Kinder, Jugendliche in Ferien, die kriegen vier Weißerzähne raus.

00:49:41: Das ist ein deutlich größerer Eingriff, als wenn wir diese zwei Stellen jetzt machen.

00:49:47: Und

00:49:47: er meinte auf jeden Fall, der Weißerzahn wäre eine größere Sache.

00:49:52: Okay, verstehe.

00:49:55: Diese Weißerzähne.

00:49:57: Geben Sie uns die Weißheit, ich weiß ja nicht.

00:49:59: Nein,

00:49:59: meine sind weg.

00:50:01: Ich hab noch

00:50:01: einen.

00:50:01: Der pümmelt da so rum und macht Probleme.

00:50:05: Scheiße.

00:50:07: Ja, Zahnpflege immer schwierig.

00:50:09: Aber ja, berechtigter Abfaktor, also Zähn, Zahnschmerzen oder Zahngesundheit ist wichtig.

00:50:15: Und gar kein Bock auf so.

00:50:17: Grütze damit.

00:50:19: Wenn man daraus, Leute, ich sag euch nur eins, lest euch Bewertungen durch und hört auf euer Bauchgefühl.

00:50:25: Hat auf euer Bauchgefühl bei neuen Ärzten.

00:50:27: Und unbedingt, und schon so denkt.

00:50:28: Dann geht lieber noch mal, macht euch den auf.

00:50:30: Und geht noch mal woanders hin.

00:50:32: Ja, und unbedingt die drei Sterne Bewertung.

00:50:34: lesen das dann die Aussage Kräftigsten.

00:50:36: Da hast du recht.

00:50:37: Die Bijako sind vier, bereit, ein Zettel zu ziehen.

00:50:40: Was sagst du dazu?

00:50:41: Ich bin sowas von bereit.

00:50:54: Blutiger Stuhlgang, Tipps.

00:50:56: Und dann kommt mein Smiley, was ich immer benutze, dieses Lächeln mit dieser Träne.

00:51:04: Ein Tipp und eine Bitte sofort

00:51:06: zum Arzt.

00:51:08: Bitte

00:51:08: sofort zum Arzt.

00:51:09: Da weiß ich gar nicht, was ich sonst zu sagen soll.

00:51:12: Nee,

00:51:13: ich auch nicht.

00:51:14: Also, das ist wirklich kurz und knackig.

00:51:15: Das ist der erste Zettel, zwanzig.

00:51:17: Geh bitte zum Arzt,

00:51:19: okay?

00:51:20: Geh bitte zum Arzt, blutiger Stuhl.

00:51:21: Oder

00:51:22: Alternativsalve, irgendwie so eine ... Nein

00:51:27: Sam, keine Alternative zum Arzt, auf gar keinen Fall.

00:51:30: Ganz kurz, die Farbe des Blutes ist entscheidend.

00:51:33: Ist es hellrotes Blut oder ist es dunkelrotes Blut oder schwarzes

00:51:37: Blut?

00:51:37: Also wir müssen darüber auch sprechen, weil da gibt es glaube ich gravierende Unterschiede.

00:51:42: Aber auch da würde ich sagen, einmal ganz kurz zum Arzt, Gastroenterologe, würde ich sagen Proktologe, you never know, irgendwas davon.

00:51:50: Irgendwie wird dir helfen.

00:51:51: Ja, ganz sicher.

00:51:52: Damit

00:51:52: ist nicht zu spaßen.

00:51:53: Ja, weil Blut im Stuhl, das würde niemand schreiben.

00:51:57: Wenn da jetzt jemand einfach nur eine kleine Verletzung an eine Rosette

00:52:00: hat,

00:52:01: dann wird er das so nicht schreiben.

00:52:03: Nee, das stimmt.

00:52:05: Das ist wohl wahr.

00:52:07: So, dann hab ich hier schon den nächsten Zettel, wenn du bereit bist.

00:52:10: Ich bin so was von bereit.

00:52:23: Wie schnell nach einer Trennung ist es okay, wieder eine neue Beziehung einzugehen?

00:52:27: So schnell wie du möchtest.

00:52:28: Das

00:52:29: ist ein richtig gute Ratgeber heute.

00:52:33: Ich merke das schon.

00:52:37: Ja, also ich finde, ich muss ja sagen, ich mag ja, also... Es gab so eine Phase, es gibt ja immer so Social Media Phasen, wo bestimmte Weisheiten unterwegs sind.

00:52:51: Und ich mag ja ehrlich gesagt nicht so gern diese ganzen Weisheiten mit ... Du musst jetzt erst mal lernen, dich selbst zu lieben und eine Zeit lang alleine sein und so weiter.

00:53:00: Ich glaube, dass manche Menschen, das hilft sich erst mal eine Zeit lang zu sortieren, dass aber eine ganz individuelle Sache, würde ich sagen.

00:53:07: Also, wie man sich da fühlt.

00:53:11: Ich finde, da kannst du keine konkrete Antwort darauf geben.

00:53:13: Also, ich war in meiner ... In meinem jungen Erwachsenenalter zum Beispiel immer wieder längere Phasen Single, aber nach meiner letzten Beziehung habe ich, ich habe Kevin zwei Monate später kennengelernt und bin jetzt seit fünfzehn Jahren mit dem zusammen.

00:53:27: Bei mir ging es auch zu schnell für mich.

00:53:28: Also bei mir ging es sehr schnell zu schnell jetzt heutzutage, würde ich sagen rückblickend.

00:53:32: Ein bisschen zu schnell.

00:53:35: Schon.

00:53:35: Ja, weiß ich, aber es hat sich einfach so gut und so richtig angefühlt.

00:53:38: Ich bin ja in einer Ein- langzeit- Beziehung gewesen, die hat sich dann langsam ... verflüchtigt, sage ich jetzt mal.

00:53:45: Und da bin ich wirklich heute die Polter, die direkt in der nächsten Beziehung gelandet.

00:53:49: Das war so nicht geplant und wir haben mittlerweile ein Kind zusammen.

00:53:54: Aber ich glaube, kurz vorher immer die andere Sache so ein bisschen besser abzuschließen, hätte sich für mich ganz gut angeführt.

00:54:01: oder da immer so ein bisschen in, weiß ich nicht, das fühlte sich aber zu dem Zeitpunkt richtig an.

00:54:05: Aber heute würde ich sagen, zu meinem Vergangenheit, als ich Gönn dir paar Monate Pause, überstürzt es nicht.

00:54:11: Wobei ich aber auch erstaunt bin, weil ich hab das Gefühl, so wie ich vor zehn Jahren in der Beziehung noch angefangen hab, so schnell geht das heutzutage gar nicht mehr.

00:54:20: So ist mein Gefühl, wenn ich mich jetzt so oberhöre bei Freundinnen.

00:54:23: Die

00:54:23: haben erst mal anderthalb Jahre Kennlernphase.

00:54:26: Ja,

00:54:27: ist so.

00:54:28: Wann ist es früher auch komisch, dass die in amerikanischen Filmen immer Dating gesagt haben, obwohl die schon zusammen waren?

00:54:35: Ja, für mich waren die auch immer schon zusammen.

00:54:37: Wir daten noch.

00:54:38: Und ich denk so, hey, ihr übernachtet doch schon beieinander.

00:54:41: Versteh

00:54:41: ich nicht.

00:54:41: Genau, und das war in den Filmen aus den Achtzigern und Siebzigern schon so.

00:54:45: Und dieses ... Das ist rübergekommen nach Deutschland irgendwie.

00:54:49: Hier war es ganz oft und man hat sich getroffen, man hat sich entweder im Innern da verliebt oder nicht und man ist dann zusammen oder trennt sich dann auch nach, nach, nach, keine Ahnung, sechs Monaten wieder, wenn es halt doch nicht funktioniert.

00:55:00: Aber dieses Zusammensein, dieses Commitment eingehen, das sehe ich gerade sehr selten.

00:55:04: Er selten ist gar nicht, ehrlich gesagt, meiner Babel.

00:55:06: Ja,

00:55:06: ich muss auch sagen, es braucht eine gesunde Mitte, würde ich sagen, weil Commitment ist ein ganz schwieriges Thema.

00:55:12: aktuell, habe ich das Gefühl.

00:55:13: Die Leute, ich habe, ich, ich ... dass viel so war, wenn ich zuhöre, dass Leute quasi schon auf den Moment warten, wo ihnen klar ist, dass das jemand ist, mit dem man später sich die Stütztrümpfe gegenseitig anzieht.

00:55:27: Und da sage ich, das Leben ist in Bewegung, Leute, man kann sich auch wieder trennen.

00:55:34: Man darf sich auch committen und einfach in einer Beziehung mit einem Commitment herausfinden und Probleme aufarbeiten und dann halt eben gucken.

00:55:45: Wo geht's für uns hin?

00:55:46: Also, ja.

00:55:47: Natürlich muss man nichts überstürzen, aber aktuell ist schon krass.

00:55:52: So, der, das, der Dating Vibe.

00:55:55: Ja, das finde ich auch.

00:55:56: Also, ich krieg das auch viel mit und denke mir einfach so, boah, schade, weil das sind so teilweise so Dates, wo ich sage, oder... Person, wo ich sage, krass, das ist so ein gutes Match.

00:56:04: Und die daten sich dann irgendwie schon seit drei, vier Monaten und sind voll cute zueinander.

00:56:08: Und dann siehst du die Person das nächste Mal und fragst so, und wie geht's?

00:56:11: X, Y?

00:56:11: und dann sagt die Person, ach so, ja, nee, wir schreiben nicht hier miteinander, der hat mich ge-ghosted oder so.

00:56:16: Und du denkst dir so, was?

00:56:18: Das geht gar nicht.

00:56:19: Ja.

00:56:19: Ich check halt gar nicht, was das für, also wie kann man einfach mit Menschen umgehen kann, ne?

00:56:27: Ja, ja.

00:56:28: Aber ja, in puncto Beziehungen finde ich halt auch noch mal irgendwie interessant, so wie involviert war man, hat man da jetzt fünfzehn Jahre zusammen gelebt mit einer anderen Person.

00:56:40: Das ist

00:56:40: wahr.

00:56:41: Ja, das stimmt.

00:56:41: Sieht man direkt wieder zu der nächsten Person, ist vielleicht gar nicht so schlecht mal kurz, vier Wochen Eat Pray Love-mäßig unterwegs zu sein.

00:56:49: Ja

00:56:50: gut, Sen, da kann ich auch wirklich gar nichts zu sagen.

00:56:52: Ich habe in so richtigen erwachsenen Leben ja noch gar nicht so einen Wechsel gehabt.

00:56:58: Also,

00:56:58: wenn

00:56:59: ich mich

00:57:01: jetzt

00:57:01: ...

00:57:02: Wenn ich mich jetzt trennen würde, das bräuchte eine wahrscheinlich eine Heilungsphase.

00:57:07: Aber du weißt nie, was passiert einfach.

00:57:09: Was ist, wenn da plötzlich keine Ahnung, du schmeißt dich wieder zurück ins Leben und plötzlich hast du komplett Schmetterlinge im Bauch ein Vierteljahr später und denkst dir, das ist so.

00:57:19: Ja, dann denk ich mir, greif zu, wenn es sich richtig anfühlt.

00:57:23: So,

00:57:23: nämlich, wenn es sich für sich selber richtig anfühlt.

00:57:26: Weil wenn du dir jetzt denkst, oh Gott, meine Nachbarin könnte das denken, meine Eltern könnten das denken.

00:57:30: Scheiß drauf.

00:57:31: Ich hatte damals riesige Angst vor meinen Eltern, dass ich diese Beziehung beende und dass ich denen dann sage, ich habe jemand Neues kennengelernt.

00:57:39: Und dann habe ich mich getraut, das über die Lippen zu bringen, gesagt.

00:57:41: Und dann haben die gesagt, finden wir richtig gut.

00:57:44: Ja, schön.

00:57:45: Nee, gut.

00:57:46: Ach ja, toll.

00:57:47: Und wie

00:57:47: habt ihr euch kennengelernt?

00:57:49: Mensch, das ist ja nett.

00:57:50: Und ich dachte so, was, dafür habe ich mir eine Platte gemacht.

00:57:53: Sie haben zwar meinen Freund ein paar Mal mit dem Vornamen meines Ex-Freundes angesprochen, aber die hier passieren.

00:58:00: Ja

00:58:00: und vor allen Dingen, es kommt ja auch immer drauf an, wie ist die letzte Beziehung auch zu Ende gegangen, wie viele Verletzungen sind da noch da?

00:58:07: Zum Beispiel bei mir waren noch relativ viele Verletzungen da, also ich habe garantiert in der Anfangszeit, wo ich schon in einer neuen Beziehung war und auch glücklich war, bestimmt noch zwei, drei, vier mal geweint.

00:58:18: Einfach nicht aus ... Einfach, weil da schlimme Dinge passiert sind, die noch nachverarbeitet sind.

00:58:24: Das waren wirklich Horrorende einfach, ne?

00:58:28: Das war richtig ungesund und gestört.

00:58:32: Also, das war wirklich gestört.

00:58:34: Und ... Ja, aber ich bin trotzdem froh, dass alles so gekommen ist, irgendwie.

00:58:39: Ja.

00:58:40: Aber ... Denkst du, wenn

00:58:41: wir noch zwischendurch an diese Verletzung, die dir damals ... Also, auch wenn die jetzt schon viele Jahre her sind, denkst du da manchmal noch dran?

00:58:48: Nee, eigentlich nicht.

00:58:49: Das ist ... Boah, das ist so lange her.

00:58:52: Das fühlt sich irgendwie an wie ein anderes ... Das fühlt sich nach Jugend an, irgendwie.

00:58:57: Ja, aber es fühlt sich auch ein bisschen so an.

00:59:00: Für mich auch als Außenstehende, Freundin.

00:59:03: Du bist jetzt

00:59:03: aber

00:59:04: auch schon übel lange mit Kevin zusammen.

00:59:06: Ja.

00:59:07: Aber was ich schon hab, ist, dass mir manchmal so Dinge bewusst werden, ne?

00:59:10: Dass ich so denke, oh, noch gar nicht drüber nachgedacht, dass das damals vielleicht auch zu ... der und der Unsicherheit heutzutage geführt haben könnte, auch wenn ich keine Gefühle mehr da habe.

00:59:23: Und diese Person, das ist so weit weg, weißt du?

00:59:26: Also das ist wie so ein Fremder quasi.

00:59:29: Wie gar

00:59:30: nicht.

00:59:31: Nee?

00:59:32: Gar nicht.

00:59:34: Deswegen frage ich auch, weil ich schon so einmal im Monat oder so an die Person denke und auch so ... Ich weiß nicht.

00:59:43: Ich denke, da regelt mich gesund dran.

00:59:47: War

00:59:47: ja auch gesünder als bei mir.

00:59:49: Ja, das stimmt.

00:59:51: Das war eine sehr, sehr ... gesunde Beziehung auf jeden Fall.

00:59:56: Aber ich denke da so sehr regelmäßig dran, muss ich sein Ausbild auch in letzter Zeit wieder aufgefallen, weil ich zuverlägeweise in der Gegend war und da muss ich da halt irgendwie dran denken, aber immer auch so eine positive Art, also gar nicht so zerrüttert oder Herzschmerzmissionen immer so, ach schön war das, ja positiv irgendwie, ohne Wertung.

01:00:18: Aber eine konkrete

01:00:20: Antwort können wir glaube ich nicht darauf... Geben würde ich sagen.

01:00:25: Mach das genau, wenn das sich gut anfühlt.

01:00:27: Mach es auf jeden Fall.

01:00:30: Liebe Jaco, die anderen Zettel, die haben eine Deepness in sich teilweise.

01:00:38: Oder da muss ich auch noch mal darüber nachdenken.

01:00:41: Die würde ich gerne mit in die nächste Folge nehmen.

01:00:42: Was hältst du davon?

01:00:43: Das

01:00:44: finde ich sehr gut.

01:00:46: Okay, cool.

01:00:46: Dann machen wir das doch so.

01:00:47: Das war ein schöner

01:00:47: fresher Start.

01:00:50: Oder?

01:00:50: Alles

01:00:51: war dabei.

01:00:52: Alles war dabei.

01:00:54: Grasblut im Stuhl, Oli-P, Identitätskrise.

01:00:57: Krise,

01:00:58: Immerkrise.

01:00:59: Apropos,

01:01:00: Leute, macht euch bereit.

01:01:03: Ihr könnt schon mal euch in diese Sprintposition setzen.

01:01:06: Wir sind im Endstadion der Immerkrise-Mörtsgeschichte.

01:01:12: Das

01:01:12: kann man

01:01:13: so sagen.

01:01:13: Es wird sehr bald nicht nur immer Krise geben, sondern auch ein paar Produkte.

01:01:20: zum pädagogisch wertlos, die ihr euch gewünscht habt, seid bereit.

01:01:24: Aber wir sagen euch Bescheid, wenn wir ein konkretes Datum haben, Banisters.

01:01:27: Aber es wird nicht mehr lange dauern.

01:01:28: Ja, voll geil.

01:01:30: Freu mich drauf, muss ich sagen.

01:01:32: Weil passt besser ... Also bei mir passt immer Krise.

01:01:37: Jawohl, nie besser als jetzt.

01:01:41: Immer Krise.

01:01:41: Es passt auch einfach gut in den Januar.

01:01:44: Es passt einfach so.

01:01:46: Ey, wirklich.

01:01:47: Häftig.

01:01:48: Wenn ich noch im Podcast starten würde, würde ich ihn immer Krise nennen, glaub ich.

01:01:53: Und wenn ihr übrigens unser Kartenspiel, you and me, noch haben wollt, schlag zu.

01:02:01: Wir haben noch ein paar, aber ich sag mal so, wir haben nicht damit gerechnet, dass unser Vorrat sich so schnell dem Ende legt.

01:02:08: Ich sag's normal.

01:02:10: Und normal.

01:02:12: Ich find's krass, weil das ist ... Damit hab ich gar nicht gerechnet.

01:02:16: Wir haben

01:02:18: so viele Kartenspiele bestellt, dass wir gesagt haben, wir müssen uns ein Jahr keine Gedanken machen.

01:02:21: Und so viel kann ich sagen, ein Jahr wird's nicht reichen.

01:02:25: Oh nee, Scheibenplätze.

01:02:26: Da müssen wir noch mal drüber sprechen, aber wir haben ja eh noch ein paar Colts auf Zack,

01:02:32: die

01:02:32: Tage.

01:02:33: Und da können wir das dann festhalten.

01:02:36: So, liebe Jacke, ich verabschiede mich in den wohl ersehnten Sonntag hier an der Stelle.

01:02:42: Und wünsche allen einen schönen Start in die zweite ... Ist das dann die zweite Januar-Woche?

01:02:48: Jupp.

01:02:50: Alles klar.

01:02:50: Eine schöne zweite Januar-Woche.

01:02:52: Tschüss.

01:02:53: Tschüss, Heldorf.

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